News vom 25.05.2008

Süßwasserrobbenbestand nimmt zu

Im finnischen Saimaa-Seengebiet lebt eine Tierart, die einzigartig ist: die Süßwasserrobbe. Die Tiere stehen unter Naturschutz, leben im Linnansaari-Nationalpark und sind im Roten Buch des „Word Wilflife Fund“ eingetragen. Doch wie entstand diese Robbenart, die unter die Kategorie der Flossenfüßler fällt? Natürlich sind diese Tiere ursprünglich ganz normale Robben gewesen. Die zwischen der Ostsee und Saimaa bestehende Wasserverbindung trocknete nach der letzten Eiszeit aus und einige Ringelrobben blieben im Süßwassergebiet zurück und passten sich im Laufe der Zeit der neuen Umgebung an. Solange die Temperaturen stimmten, gab es für die Robben keine Probleme. Doch das hat sich im Zuge der Erderwärmung geändert. Denn die milden Winter der vergangenen Jahre führten dazu, dass nicht genügend Schnee fiel. Im Schnee bauen sich die Saimaa-Ringelrobben Höhlen zum Schutz vor der Kälte und vor ihren natürlichen Feinden. Ohne Schnee waren vor allem die Jungen der Witterung schutzlos ausgeliefert. Von den Robbenmüttern auf dem Eis zurückgelassenen Robbenbabys starben innerhalb weniger Wochen und konnten auch bei dem Versuch von Aufzucht durch Menschenhand nicht gerettet werden. In der Habitats-Direktive der Europäischen Union hat sich Finnland seit Jahren zum Schutz der Robben verpflichtet.

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