News vom 22.06.2010
Immer mehr EU-Staaten sind für Banken-Stresstest
Nach Anhaben des finnischen Vize-Ministerpräsidenten Jyrki Katainen sind immer mehr EU-Staaten bereit, ihre Banken einem Stresstest zu unterziehen und anschließend die Ergebnisse zu veröffentlichen. Katainen sagte nach einem Treffen der konservativen EU-Stats- und Regierungschefs am Mittwoch letzter Woche in Brüssel, „Die Bereitschaft ist wesentlich größer als noch vor einem Jahr.“ Auch Finnland ist dafür, mehr Transparenz zu schaffen. Dies würde der ganzen EU helfen, hieß es. Die Mehrheit der europäischen Banken sehr gesund, sodass durch einen Stresstest die Unsicherheit aus dem Markt genommen werden könnte. Auch Spanien hat sich dieser Meindung angeschlossen und will mit der Offenlegung von einzelnen Banken den Spekulationen rund um die staatlichen Finanzprobleme die Luft abdrehen. Dennoch sorgt die Frage, ob ein Stresstest veröffentlich werden sollte oder nicht für viele Differenzen Politik und Bankenbranche.
Auch wenn der Widerstand groß ist, pocht die deutsche Regierung auf die Veröffentlichung der Ergebnisse von Banken-Stresstests in Europa, das wurde vom Sprecher des Finanzministeriums, Michael Offer, am Donnerstag letzter Woche in Berlin bestätigt. Auch hier ist man der Meinung, dass nur so mehr Vertrauen und Transparenz hergestellt werden kann.



