News vom 24.10.2010

Nokia streicht 1800 Stellen und erwirtschaftet wieder Gewinne

Im weltweit führenden Handykonzern Nokia tut sich einiges, denn 1800 der weltweit 128.000 Arbeitsplätze will der seit fünf Wochen amtierende Vorstandschef Stephen Elop streichen. Ferner will Elop die Arbeiten in den Entwicklungsarbeiten vereinfachen, damit Nokia bei Smartphones stärker gegen Apple und RIM punkten kann, erklärte der frühere Microsoft-Manager bei der Vorlage der Quartalszahlen. Wie Deutschland-Chef Michael Bultmann erklärte, werden in Deutschland fast keine Jobs wegfallen. Der große Umbau der Strukturen bei Nokia würde in Finnland statt finden, nur wenige der 1200 Stellen in Berlin, Ulm und Ratungen würden wegfallen. Wirtschaftlich gesehen scheint Nokia das Schlimmste überstanden zu haben, denn der operative Gewinn lag im Quartal bei etwa 400 Millionen Euro. Noch vor einem Jahr waren die Zahlen tiefrot gewesen. Auch der Umsatz stieg um fünf Prozent auf zehn Milliarden Euro und die Nokia-Aktie sprang um zeitweise neun Prozent nach oben. Elop meldete auch einen ersten Erfolg im besonders wichtigen Geschäft der anspruchsvollen Handys. Bei 26 Prozent der von Nokia verkauften Handys handelte es sich um Smartphones. Vor einem Jahr waren es nur 16 Prozent. In den USA allerdings schneidet Nokia katastrophal schlecht ab. Im wichtigsten Absatzmarkt der Welt werden nur drei Prozent der Nokia-Handys verkauft. Im Vergleich dazu, sind es in Europa ein Viertel der Weltproduktion und in Asien 43 Prozent.

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