Kinderbetreuung im Finnland-Lexikon

In Finnland gibt es seit dem Jahre 2001 eine Vorschulpflicht. Für alle Kinder im Alter von sechs Jahren, müssen die Kommunen 700 Stunden Vorschulunterricht anbieten. In diesem Unterricht sollen sie auf die Schule vorbereitet werden. Das Angebot ist kostenlos, es nehmen zur Zeit 96 Prozent der Kinder daran teil. Der Unterricht findet entweder in einer Kindertagesstätte oder in einer Schule statt. Die Kinder besuchen den Vorschulunterricht drei bis vier Stunden täglich. Die Kindererziehung in der Kinderkrippe sowie die Erziehung im Vorschulunterricht und in der Grundschule bauen aufeinander auf. So wird eine kontinuierliche Bildungsarbeit angestrebt. Aber auch die pädagogische Arbeit hat einen hohen Stellenwert. So wird zum Beispiel viel Wert auf die Teamfähigkeit der Kinder gelegt. Seit 2004 müssen die Gemeinden zudem ausreichende Angebote für die Nachmittagsbetreuung von Kindern anbieten. Es sollen 570 Stunden pro Jahr angeboten werden.

Auch während der Sommerferien sind die Spiel- und Jugendzentren geöffnet, um dieses Angebot zu ermöglichen. Hier findet dann eine betreute Freizeitgestaltung statt. Das ist vor allem für berufstätige Eltern von großer Wichtigkeit, denn hier wissen sie ihre Kinder gut betreut. Die Eltern zahlen für diese Betreuung lediglich 15 Prozent der Kosten selbst. Doch so schön das alles auch klingt – leider ist das Angebot noch nicht ausreichend, um den Bedarf abzudecken. Das Angebot ist vor allem während der Ferienzeiten noch nicht ausreichend gegeben. Viele der betroffenen Eltern haben hier noch immer große Schwierigleiten, ihre Kinder unterzubringen. Vor allem die Grundschulkinder benötigen ein solches Angebot, da sie noch zu jung sind, um sich selbst bis zum Feierabend der Eltern zu versorgen.



Hauptseite | Impressum