Turku im Finnland-Lexikon

Turku, die frühere Hauptstadt Finnlands, wurde im Jahre 1229 gegründet. Damit ist Turku die älteste Stadt des Landes. (Helsinki wurde erst im Jahre 1812 zur finnischen Hauptstadt.) Mit rund 170.000 Einwohnern ist der Touristenmagnet Turku die fünftgrößte Stadt des Landes. Im 13. Jahrhundert wurde Turku immer mehr zum Handelszentrum und so entschied sich das finnische Bistum dafür, seine Hauptkirche und damit auch seinen Sitz in die Mitte der Stadt, auf den Unikankare-Hügel, zu verlegen. Diese Kirche war zunächst eine Holzkirche. Holzhäuser sind auch noch heute eine typisch finnische Bauweise, alte Holzhäuser sind vielfach Sehenswürdigkeiten und fallen dem Besucher der Stadt beim Bummeln durch die Seitenstraßen immer wieder ins Auge. Später wurde an Stelle der Holzkirche eine Steinkirche erbaut, die im Jahre 1300 zum Dom geweiht wurde. Wer die Domuhr betrachtet, wird zunächst irritiert sein, denn sie hat lediglich einen Stundenzeiger.

Bereits im Mittelalter verfügte Turku über gute Verkehrsanbindungen. Es gab einen Markt, eine Burg und so etwas wie eine gute Infrastruktur. Damit war Turku den anderen finnischen Städten voraus. Diesen Entwicklungsvorsprunge behielt die Stadt lange Zeit. So wurde zum Beispiel in Turku 1806 die erste Bank Finnlands eröffnet. Die schöne Umgebung zieht nicht nur Touristen, sondern auch Wanderfreude an. Turku ist zudem europäische Kulturhauptstadt 2011. Turku hat zwar eine schöne Umgebung, doch wer das Stadtleben liebt, kommt in Turku nicht zu kurz. Theaterbesuche, Shoppen gehen, in glasüberdachten Einkaufszentren oder das Nachtleben genießen – in Turku macht das wirklich Laune. Die Finnen lieben Live-Musik und so wundert es nicht, dass die guten Hotels über so genannte Dancings verfügen, in denen Live-Bands aus aller Welt die Charts rauf und runter spielen.



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