Wälder im Finnland-Lexikon

Rund 75 Prozent der Landfläche Finnlands besteht aus Wäldern. Das sind in etwa 23 Millionen Hektar. Drei Millionen Hektar sind spärlich bewachsene Waldgebiete, Moore und Felsgebiete. Somit entfallen 86 Prozent der Fläche in den Bereich der Forstwirtschaft. In Finnland sind vier Nadelbaum- und rund 20 Laubbaumarten heimisch. Damit ist die finnische Fauna eher artenarm. Das Holz wird unter anderem für die Papiergewinnung genutzt. Aber auch Möbel werden gerne aus finnischem Holz gefertigt. Der Grund ist die hohe Holzqualität. Sie entsteht durch die niedrigen Temperaturen Finnlands. In Finnland gibt es 53 „dunkle Tage“, wenn es kalt ist, dann ist es richtig kalt. Darum können die Bäume dort auch nur langsam wachsen, die Vegetationsperiode ist kurz. Eben dieses langsame Wachstum der Hölzer sorgt für ihre gute Haltbarkeit.

Finnisches Holz ist härter und damit weniger anfällig. Da in Finnland auch im Winter abgeholzt wird, werden hierfür speziellen Maschinen genutzt, welche die Bäume auch gleich von den Zweigen befreien. So wird das Abholzen zum Kinderspiel und geht entsprechend schnell vor sich. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs achten die Finnen jedoch bereits auf eine gute Wiederaufforstung und legen Wert auf eine hohe Nachhaltigkeit ihrer Forstwirtschaft. Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte werden dabei verstärkt ins Auge gefasst. Da der jährliche Holzzuwachs zwischen 20 und 30 Prozent über der Abholzung liegt, sind die Holzvorräte Finnlands heutzutage höher als je zuvor. Dank zahlreicher Schutzprogramme findet man in Finnland viele unter Schutz stehende Waldflächen. Heute gehörten dazu über zehn Prozent aller finnischen Wälder. So nimmt Finnland europaweit den Spitzenplatz ein.



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Amtssprache: Finnisch
und Schwedisch
Hauptstadt: Helsinki
Einwohnerzahl: ~5,4 Mio.
Fläche: 338.431 km²
Währung: Euro
Nationalfeiertag: 6. Dezember
Kfz-Kennzeichen: FIN
Internet-TLD: .fi
Telefonvorwahl: +358